Keine Ahnung, warum es sich die geistige Elite (bzw. was sich dafür hält) der deutschsprechenden Welt in den Kopf gesetzt hat, einfachste Sachverhalte mit pseudoprofessionellen, möglichst durchanglizierten Begriffen zu schmücken. Und als Dekokirsche oben drauf allenthalben Kompetenzen. Sozialkompetenz, Orientierungskompetenz, Präsentationskompetenz, Organisationskompetenz, Schwafelkompetenz, Plapperkompetenz, Protzkompetenz, Selbstdarstellungskompetenz, Kompetenzkompetenz. Jaja, der Edi hatte schon recht. Es artet langsam in den Wahnsinn aus. Als ob die ganzen Managementkompetenzen nicht schon genug wären. Kleine Schulanfängerstopsel sollen die sich auch schon erwerben. Elaborationsstrategien, Interpolarisationsbarriere, Kompetenz zum Wissensmanagement. Und auf 20 Seiten wird umständlich und redundant (haha) ausgeführt, was man schlicht in "learning by doing" zusammenfassen könnte.
Jawoll, das ist Deutschland. (Als weiterführende Lektüre empfehle ich Gabriele Frydrych "Du hast es gut!".)
Bin dann mit Hund und Musik nach draußen geflüchtet. Am Flusse hatte sich die jugendliche Elite des Ortes mit ihrer Peergroup zum Zwecke der Sozialisation, Enkulturation, zur Durchführung von Teambuildingmaßnahmen und Schulung diverser Sozialkompetenzen mit Bier und Rauchwaren versammelt, verschanzt hinter getunten Opels, geleasten BMWs und frisierten Quads. Der Hund stemmte die Beinchen in den Boden und weigerte sich, weiterzugehen, ich wurde zum Umdrehen gezwungen. Merke hier auch: Hör auf Deinen Hund!
es wäre wohl zum Sex gekommen…
Vor einer Minute








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